Presseinformation vom 15.02.2011

Presseinformation vom 15.02.2011

KUNST FÜR DIE STRASSE

Plakate aus dem Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

16. Februar bis 8. Mai 2011

„KUNST FÜR DIE STRASSE“ gibt einen umfassenden Einblick in die Plakatkunst-Sammlung aus dem Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Zu sehen sind rund einhundert, teilweise äußerst selten gezeigte Werke.

Plakate gehören heute wie selbstverständlich zu unserem Alltag. Begonnen hat ihr Siegeszug im Stadtbild Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Zuge der immer größeren Verbreitung dieses Werbemittels wurden Plakate bald nicht nur von Grafikern, sondern zunehmend auch von Künstlern entworfen.

Plakate waren und sind nicht nur ein Kommunikationsmedium, sondern auch immer Spiegel der Gesellschaft und der Alltagsgeschichte. In ihnen werden politisch-soziale Grundauffassungen ebenso wie Freizeit-, Konsum- und Kulturverhalten sowie Bildungs- und Geschmacksstandards der jeweiligen Zeit dokumentiert.

Die von Dr. Karin Kolb und Dr. Hans-Ulrich Lehmann kuratierte Ausstellung bietet die Möglichkeit, die dynamische Entwicklung dieser massenmedialen Werbe- und Kunstform von ihrem Beginn im 19. Jahrhundert bis heute zu erleben. Die zeitliche Spannweite der ausgestellten Werke reicht von einem der Begründer des modernen Plakats, Jules Chéret, bis zu Künstlern jüngster Zeit. Plakate von Will Bradley und Ethel Reed legen Zeugnis von frühen amerikanischen Leistungen ab. Henri de Toulouse-Lautrec und Alfons Mucha sind mit wegweisenden, die deutsche Plakatkunst nachhaltig beeinflussenden Entwürfen vertreten.

Breiten Raum nehmen Kulturplakate für Kunstausstellungen in Berlin, München, Darmstadt und Wien mit individueller Gestaltung und symbolischen Formen ein. Die Mitglieder der Dresdner „Brücke“ begründeten die Entwicklung des autonomen Künstlerplakats zur Werbung für eigene Ausstellungen. Für die Zeit nach 1945 steht eine größere Gruppe von Plakaten der Pariser Galerie Maeght von Künstlern wie Joan Miró oder Marc Chagall. Künstlerplakate aus den USA, beispielsweise von Jasper Johns oder Frank Stella, stehen im spannenden Dialog mit Werken deutscher Künstler. Deren Plakate, etwa von Klaus Staeck oder Manfred Butzmann, reflektieren häufig grundlegende politische und soziale Auseinandersetzungen der damaligen Zeit.

Kontakt

Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank
Ines Zinsch
Ausstellungsleiterin
Tel. 030 3063-1500
Fax. 030 3063-1520
E-Mail: kunstforum@Berliner-Volksbank.de

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