Die Ausstellung beleuchtet das Motiv der internationalen Solidarität im künstlerischen Austausch zwischen Vietnam und der DDR. Besonders deutlich wurde dieser politische Leitgedanke während des Vietnamkriegs, der in der DDR breite Solidaritätsbekundungen hervorrief und vielfältige künstlerische Produktionen anregte. Gleichzeitig richtet die Ausstellung den Blick auf die Lebensrealitäten vietnamesischer Vertragsarbeiter:innen und zeigt, wie sich zeitgenössische Künstler:innen kritisch damit auseinandersetzen. Die genauere Betrachtung dieser Verflechtungen eröffnet den Raum für einen Diskurs über Machtverhältnisse, einseitige Projektionen, kulturelle Zuschreibungen und individuelle Handlungsspielräume.
Anhand ausgewählter Werke aus der DDR und Gegenwart untersucht die Ausstellung, wie sich Solidarität in der Kunst ausdrückt und lädt zu einer Reflexion über den Begriff selbst ein. Ergänzt wird die Präsentation durch Arbeiten aus der Kunstsammlung der Berliner Volksbank, die die ausgestellten Werke in einen größeren Zusammenhang sozialistischer Bildproduktion einordnen oder in Korrespondenz mit ihnen neu befragt werden können. Die Ausstellung startet am 9. September zur Berlin Art Week und läuft bis zum 6. Dezember 2026 in der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank.