© Fotos: Naga-Projekt Berlin

KÖNIGSSTADT NAGA – Grabungen in der Wüste des Sudan

Für die Fachwelt ein Schock, für Kunstliebhaber und Geschichtsfreunde eine Entdeckungsreise: Überlebensgroße Skulpturen in hellenistischem Stil, Statuen und monumentale Tempelreliefs afrikanischer Herrscher in pharaonischem Ornat, kolossale Tierskulpturen von heiligen Widdern und Löwen, Reliefstelen mit Götter- und Königsbildern und Inschriften in Hieroglyphen, die nicht ägyptisch sind. Die Ausstellung "Königsstadt Naga" zeigte rund 130 Objekte, die erst in den letzten 15 Jahren von einem Forscherteam des Ägyptischen Museums Berlin in der Wüste des Nordsudan ausgegraben worden sind.

Naga war eine königliche Stadt des Reiches von Meroë, das von 300 v. Chr. bis 350 n. Chr. der politisch und wirtschaftlich mächtige südliche Nachbar des ptolemäisch-römischen Ägypten war. Die vom Sudan für diese Ausstellung als Leihgaben zur Verfügung gestellten Werke sind alle im 1. Jahrhundert n. Chr. in Naga geschaffen worden. Trotz dieser räumlich und zeitlich engen Eingrenzung repräsentieren sie in Skulptur, Relief und Architektur ein Spektrum künstlerischer Vielfalt, das von afrikanischer Stammeskunst über ägyptisch inspirierte Arbeiten bis zu Werken reicht, die aus hellenistisch-römischen Quellen schöpfen.

Diese Kunstwerke sind als Weltpremiere eine irritierende Horizonterweiterung des etablierten Bildes der antiken Kunst und Kultur. Sie bilden eine Brücke zwischen Afrika und der Welt des Mittelmeers und stehen damit symbolhaft für eine Region, die auch heute und in Zukunft das Potential besitzt, Kontinente und Kulturräume zu verbinden. Alle Objekte wurden als Leihgaben von der National Corporation for Antiquities and Museums of Sudan zur Verfügung gestellt. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin, gefördert durch die Ernst von Siemens Kunststiftung und unterstützt vom Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums Berlin e.V.

Plakate gehören wie selbstverständlich zum Alltag. Begonnen hat ihr Siegeszug im Stadtbild vor rund 150 Jahren. Im Zuge der immer größeren Verbreitung dieses Werbemittels entwarfen nicht nur Grafiker Plakate, sondern auch zunehmend Künstler, die sich das Medium aneigneten. Diese massenmediale Werbe- und Kunstform nahm im 19. Jahrhundert bis heute eine dynamische Entwicklung. Plakate sind nicht nur ein Kommunikationsmedium, sondern auch ein Spiegel der Gesellschaft, ihrer Strukturen und Alltagsgeschichte. Häufig dokumentieren sie politisch-soziale Grundauffassungen, Freizeit-, Konsum- und Kulturverhalten im weitesten Sinn sowie Bildungs- und Geschmacksstandards.

"KUNST FUR DIE STRASSE" gibt einen umfassenden Überblick der Plakatkunst aus dem Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Zu sehen sind u. a. Werke von Henri de Toulouse-Lautrec, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Dix, Oskar Kokoschka, Marc Chagall bis hin zu Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Manfred Butzmann und A. R. Penck.