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Wolfgang Peuker, Pariser Platz II, 1990, Öl auf Hartfaser, 115 x 90 cm, Kunstsammlung der Berliner Volksbank K 168, VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Peter Adamik

KLASSE IN WEIßENSEE! Wolfgang Peuker und seine Schüler:innen

Schule beginnt in den Klassen. Das Klima einer Klasse wird u.a. von der geistigen Dichte des Angebotes, dem künstlerischen Beispiel des Meisters und seiner Glaubwürdigkeit bestimmt. Als Bildermacher bin ich für die Lehre von Malerei und Handzeichnung zuständig. Diese bewußt fachliche Abgrenzung ist mir wichtig, weil sie Umwege erspart und vor Überforderung schützt.[1]

Die Ausstellung KLASSE IN WEIßENSEE! Wolfgang Peuker und seine Schüler:innen startet ab dem 11. Februar bis 5. Juli 2026 in der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank. Sie wird in drei Kapiteln die Werke von Wolfgang Peuker in den Jahren 1989-2001, seine Arbeit als Lehrer in der Kunsthochschule Weißensee und Werke seiner Schülerinnen und Schüler zeigen. Peukers Malerei im Dialog mit Arbeiten, die durch seine Lehre im Ursprung beeinflusst wurden, erzeugt einen Spannungsbogen künstlerischer Produktion in Berlin zwischen 1989 und der Gegenwart.

[1] Aus: Wolfgang Peuker – Schülerinnen & Schüler: Erik Kraft, Anna Mannewitz, Sibylle Prange, Philipp Schack [Zur Ausstellung Wolfgang Peuker – Schülerinnen und Schüler, Malerei und Grafik]. Berlin, 1995.

Ausstellungstrailer “KLASSE IN WEIßENSEE! Wolfgang Peuker und seine Schüler:innen”

00:55 Minuten © Stiftung KUNSTFORUM der Berliner Volksbank gGmbH
Produktion: Steven Lüdtke

Die Ausstellung beleuchtet das Motiv der internationalen Solidarität im künstlerischen Austausch zwischen Vietnam und der DDR. Besonders deutlich wurde dieser politische Leitgedanke während des Vietnamkriegs, der in der DDR breite Solidaritätsbekundungen hervorrief und vielfältige künstlerische Produktionen anregte. Gleichzeitig richtet die Ausstellung den Blick auf die Lebensrealitäten vietnamesischer Vertragsarbeiter:innen und zeigt, wie sich zeitgenössische Künstler:innen kritisch damit auseinandersetzen. Die genauere Betrachtung dieser Verflechtungen eröffnet den Raum für einen Diskurs über Machtverhältnisse, einseitige Projektionen, kulturelle Zuschreibungen und individuelle Handlungsspielräume.

Anhand ausgewählter Werke aus der DDR und Gegenwart untersucht die Ausstellung, wie sich Solidarität in der Kunst ausdrückt und lädt zu einer Reflexion über den Begriff selbst ein. Ergänzt wird die Präsentation durch Arbeiten aus der Kunstsammlung der Berliner Volksbank, die die ausgestellten Werke in einen größeren Zusammenhang sozialistischer Bildproduktion einordnen oder in Korrespondenz mit ihnen neu befragt werden können. Die Ausstellung startet am 9. September zur Berlin Art Week und läuft bis zum 6. Dezember 2026 in der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank.