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Beitragsfoto © Stiftung KUNSTFORUM der Berliner Volksbank gGmbH, Foto: Franz Michael Rohm

Mauer(n) ritzen – Sgraffito auf Ölpastell

Zur Ausstellung „ZEITENWENDE – Dreißig Jahre Mauerfall. Werke aus der Kunstsammlung der Berliner Volksbank“ vermittelt die Werkstatt für Kreative in altersdifferenzierten Workshops die besondere Technik des „Sgraffito“.

Der Workshop „Mauer(n) ritzen – Sgraffito auf Ölpastell” ist in zwei Teile gegliedert. Zunächst werden den Teilnehmenden im theoretischen Teil während des gemeinsamen Besuchs der Ausstellung im Kunstforum anhand von zwei bis drei Werken aus der Sammlung der Berliner Volksbank Techniken und Motive nähergebracht und ihre Neugier geweckt.

Unter fachgerechter Anleitung von Kunstpädagoginnen wird im praktischen Teil in den Räumen der Werkstatt für Kreative zu eigener Kreativität ermuntert und angeregt. Dabei orientieren sich die Kinder und Jugendlichen am Ölpastell-Malstil des in Berlin lebenden Künstlers Giuseppe Madonia. Aus dicht pimentierten Farbschichten werden fantasievolle Motive geschabt und geritzt.

• für Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18 Jahren
• eine Anmeldung ist erforderlich
• das Angebot ist kostenfrei

Ist das Kontingent erschöpft, besteht die Möglichkeit, zusätzlich einen Workshop gegen einen geringen Kostenbeitrag zu buchen.

Im Frühjahrsprogramm 2019 der Werkstatt für Kreative geht es um die überraschende Technik der Pop-Up Art. Dabei entsteht mit Fantasie und Geschick ein in Schichten aufgebautes, dreidimensionales Kunstwerk. Es richtet sich beispielsweise aus einer Faltkarte oder einem Buch durch Öffnen der Seite auf.

Das Programm der Werkstatt für Kreative orientiert sich an der aktuellen Ausstellung im Kunstforum der Berliner Volksbank “BOHÈME IN CHARLOTTENBURG – HANS LAABS UND FREUNDE. Werke aus der Kunstsammlung der Berliner Volksbank.” Hans Laabs (1915–2004) war ein Künstler, der nach dem II. Weltkrieg nach Berlin kam und als Multitalent den Wiederaufbau der West-Berliner Kulturszene vorantrieb.

In der Malerei wird es Schulterstück genannt, in der plastischen Kunst nennt man es Büste. Gemeint ist ein Abbild, bei dem nur der Ausschnitt vom Kopf bis zur Schulter zu sehen ist. Schon früh ging es in der Kunst um das Schaffen menschlicher Ebenbilder. Ob es erste Zeichnungen in Höhlen, Darstellungen in den Pyramiden, griechische und römische Skulpturen, religiöse Motive aus Gotik, Barock und Renaissance waren, oder heute Porträts in der modernen Kunst sind. Immer steht der Mensch im Mittelpunkt des künstlerischen Interesses.

Die reine Porträtbüste wird oftmals zur Wertschätzung oder zum Gedenken gefertigt. Dabei werden unterschiedliche Materialien bei verschieden dimensionierten Büsten verwendet. Ziel dieser sehr alten Porträtform ist, die Persönlichkeit des dargestellten Menschen durch die Konzentration auf den reduzierten Ausschnitt hervorzuheben.

Ausgehend von Werken aus der Sammlung der Berliner Volksbank betrachten die Schülerinnen und Schüler Büsten und Gemälde der Kunstsammlung, die sich an der menschlichen Anatomie orientieren. Dabei werden die Charakteristika dieser Kunstform herausgearbeitet und anschließend praktisch mit lufttrocknender Modelliermasse umgesetzt.